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„Wer … seine eigene Sprache liebt, liebt alle anderen“

Hochschule: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Studierende: Sarah Brandenburg, Lena Paluska

Gruppe 5

Das Internet, unabhängig von Raum und Zeit, ist das ideale Medium für einen dialogischen, interkulturellen Austausch in Europa. Sollte dieser in der Universalsprache Englisch oder in den international verbreiteten Sprachen Französisch und Spanisch auf Grund ihres Prestiges und der hohen Zahl an Erst- und Zweitsprechern geführt werden? Dies wird den 24 europäischen Amts-, den 60 Minderheiten- und Regionalsprachen nicht gerecht, wie das als Titel gewählte Zitat von Vilém Flusser zeigt. Wir bezweifeln, dass mit einer Universalsprache oder wenigen Verkehrssprachen ein europäischer Dialog geführt werden kann, aus dem ein tiefgreifender kultureller Austausch entsteht. Ein von der EG geförderter Dialog sollte vielsprachig sein. Deshalb wünschen wir uns ein breiteres Sprachlernangebot sowie die Bewerbung der Mehrsprachigkeits- und Transferdidaktik, die den Spracherwerbsprozess nachweislich begünstigt. Praktisch umsetzbar wäre die Erweiterung des EuroComRom-Programms auf weitere Sprachen sowie dessen digitale Aufbereitung und Nutzbarmachung für alle Europäer*innen. Das Konzept von „Aperilingue Udine“ könnte als Beispiel dienen, wie von den Hochschulen Europas Online- Treffen zwischen mehrsprachigen Studierenden zur Verbesserung der sprachlichen Kenntnisse veranstaltet werden können. Zur Verwirklichung dieser digitalen Utopie für Europa hoffen wir auf die Unterstützung der Europäischen Kommission.