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Organisation:
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„Ce qui a manqué à l’Europe“

07.06.2018

Diskussion

Videokonferenz mit Patrick Boucheron und Diskussion mit dem Publikum

Die Veranstaltung fand in zwei Phasen statt:

1.
Weiterleitung von Patrick Boucherons Konferenz „What Europe has missed“ (Konferenz des Zyklus „A certain idea of Europe“, organisiert von der ENS Geopolitical Studies Group, Rue d’Ulm);

2.
Öffentliche Debatte auf Französisch, vorgestellt und moderiert von Valérie Deshoulières, Direktorin des französischen Instituts und Professorin für französische Literatur an der UdS, Landry Charrier, Hochschulsattaché der Französischen Institut Bonn, in Anwesenheit von Studierenden der Universität des Saarlandes.

Michel Reischel fängt die Diskussion an über die digitale Technologie in Europa. Er erinnerte daran, dass Europa ein Raum ist, „in dem etwas Innovatives geschaffen werden kann“, und schlug konkrete Maßnahmen vor: die Schaffung eines europäischen sozialen Netzwerks. Ein Netzwerk, das die Stimme der europäischen Ideen sein würde, das sich von den amerikanischen Ideen abhebt, angetrieben von den aktuellen digitalen Kräften.

Aliou Mamadou wollte sich mit das Thema europäische Werte beschäftigen. Er stellte fest, dass Europa vor einem Werteproblem und nicht vor einem institutionellen Problem steht. Ihm zufolge führte die Divergenz der Werte zwischen den Gründerstaaten und den neuen östlichen Mitgliedstaaten dazu, dass die europäische Idee in Frage gestellt wurde. Der Student schlägt die Durchführung einer Konsultation auf europäischer Ebene vor, um die europäische Bevölkerung nach ihren 10 Grundwerten für Europa zu fragen. Hauptziel dieser Konsultation wäre es, einen Grundkonsens zwischen den Mitgliedstaaten der Union zu finden und so einen größeren sozialen Zusammenhalt in Europa zu gewährleisten.

Johanna Ernst stellt eine gewisse Unwissenheit gegenüber Europa fest, die sie durch das mangelnde Bewusstsein in der Schule und am Gymnasium erklärt. Sie sagt: „Wir wissen nicht, wie glücklich wir sind, in Europa zu leben! „und bezieht sich auf die Erfolge der europäischen Integration, wie die Freizügigkeit der Menschen oder den Euro. Laut der Studentin müssen wir uns auf positive Dinge konzentrieren und die Menschen auf diese Erfolge aufmerksam machen“, insbesondere auf den Dialog mit jungen Menschen, die diese positiven Veränderungen nicht unbedingt erlebt haben. Sie schlägt vor, an der Schule Unterrichte über Europa einzurichten, um im allgemeinen europäischen Interesse zu arbeiten. Dieser Aufruf wird von einem italienischen Studenten, Antonio Bruno, unterstützt, der über seine Position als europäischer Botschafter an seiner Universität spricht und die Idee eines europäischen Botschafternetzwerks ins Leben ruft, das die Botschaften an ein junges Publikum weitergeben soll, um die konkreten Realitäten der Europäischen Union zu zeigen.

Ort:
Institut d’Etudes Françaises (IEF) Villa Europa
Kohlweg 7, D – 66123 Saarbrücken

Referent:
Pr. Patrick Boucheron
Université de Paris 1 Panthéon-Sorbonne et Collège de France

Moderator:
Dr. habil. Landry Charrier
Leiter und Attaché für Hochschulkooperation des Institut français Bonn

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